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Erika Myriam Amariglio
Im Frühjahr 1943 wurde Erika A. aus Thessaloniki ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei ihrer Ankunft beobachtete sie, wie die Deutschen die mitgebrachten Familienfotos der Deportierten mit Stiefeln traten – als würden sie sie töten. Dieses Bild verfolgte sie ihr Leben lang.
Heinz Dario Salvator Kounio
Heinz Kounio wurde 1943 mit dem ersten Transport aus Thessaloniki nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er mit seinen Eltern und seiner Schwester als Übersetzer arbeiten. Die Familie überlebte die Lagerzeit dank ihrer Sprachkenntnisse und kehrte nach dem Krieg nach Thessaloniki zurück.
Ingeburg G.
Nach einem misslungenen Emigrationsversuch und mehreren Jahren im Haus ihrer christlichen Tante wurde Ingeburg G. als Zwölfjährige in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort verbrachte sie fünf Monate ohne Familie. Nach der Befreiung kehrte sie zunächst in ihre Heimatstadt Erfurt zurück.
Tova Aran
Tova Aran war fünf Jahre alt, als ihre Familie vor der Wehrmacht im September 1939 aus Krakau flüchten musste. Die russischen Besatzer Ostpolens verschickten die Familie zunächst zur Zwangsarbeit nach Sibirien und später ins usbekische Buchara, wo sie bis 1946 bleiben musste.
Zvi Harry Likwornik
Zwi Harry Likwornik, 1934 im rumänischen Czernowitz geboren, war sieben Jahre alt, als er mit seiner Familie in das Ghetto Berschad kam. Er musste miterleben, wie sein vom Hunger und der Kälte völlig ausgezehrter Vater neben ihm an Entkräftung starb. Dieser Verlust begleitete ihn sein gesamtes Leben.
Sabina van der Linden- Wolanski
Die Rede, die Sabina van der Linden-Wolanski 2005 bei der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas hielt, bewegte nicht nur die Zuhörer – sie veränderte auch ihr eigenes Leben. Ihr Schicksal aufzuschreiben und über das Geschehene zu sprechen, wurde danach zu einer wichtigen Aufgabe.
Israel Löwenstein
Im Jahr 1943 wurde Israel Löwenstein gemeinsam mit der Hachschara-Gruppe Paderborn nach Auschwitz deportiert. Der starke Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe innerhalb der Gruppe waren entscheidende Gründe dafür, dass er die Zwangsarbeit in den Buna-Werken von Auschwitz-Monowitz überlebte.
Karla Wolff
Durch ihre christliche Mutter geschützt, musste Karla Wolff hilflos miterleben, wie ihre Freunde und Verwandten aus Breslau deportiert wurden. Dieses Gefühl des Zurückgelassenwerdens begleitete sie ihr Leben lang.
Uri Chanoch
Von dem Gefühl geprägt, während des Holocaust anderen hilflos ausgeliefert gewesen zu sein, war es Uri Chanoch nach der Auswanderung nach Israel wichtig, selbst entscheiden, sich wehren und kämpfen zu können. Er engagierte sich unermüdlich, um anderen Menschen Lehren aus seiner Geschichte zu vermitteln.
Simcha Malin
Seine Kindheit verbrachte Simcha Malin in Palästina und Polen. In Lodz erlebte er die deutsche Besatzung und musste im Ghetto Zwangsarbeit leisten. Zusammen mit seinem Bruder überlebte er die Haft in Auschwitz. Nach der Befreiung ging er nach Israel und lehrte Hebräisch für Einwanderer.
Max Stern
Anlässlich seiner Bar-Mitzwa bekam Max Stern 1934 von seinem Vater ein Briefmarkenalbum geschenkt. Fortan wurden die Briefmarken mehr als nur eine Leidenschaft, denn durch illegalen Handel gelang es ihm, in Pressburg viele Beziehungen aufzubauen, die zu seinem Überleben beitrugen.
Susanna Langmann
Susanna Langmann war noch ein Kleinkind, als sie 1941 in das Ghetto von Balta ziehen musste. Auf engstem Raum lebte sie mit ihrer Familie und bessarabischen Flüchtlingen im Haus der Großmutter. Nur durch den Mut des Vaters war es möglich, dass dort ungefähr fünfzig Personen den Holocaust überlebten.
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