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»Es ist die Bedeutung des Judentums heute, die Menschen zu lehren, wie man die Welt, in der wir leben und die immer noch sehr krank und durcheinander ist, ein bisschen reparieren kann.«
Berlin, Januar 2011: Kenneth Arkwright während des Interviews im Ort der Information.
»Die Lehrer haben keinen Wert darauf gelegt, was wir gelernt haben. Ich durfte auch keine Lehre machen.«
Aschaffenburg, Oktober 2011: Reinhard Florian während des Interviews in seiner Wohnung.
»Ich hatte kein Zuhause.«
Berlin, April 2011: Ilse Heinrich während des Interviews im Ort der Information.
»Im Jäger-Bericht steht, dass in fünf Monaten in Litauen 137.346 Juden erschossen wurden. Dass es nicht 137.348 waren, hatte nur mit unserem Glück zu tun. Sonst könntet Ihr diese Geschichte niemals hören.«
Berlin, März 2012: Zwi Katz während einer Veranstaltung im Ort der Information.
»Wer wollte, konnte an einer bestimmten Stelle aus dem fahrenden Zug springen, und viele sind gesprungen. Ich habe gesagt: ›Ich springe nicht. Ich lasse Mutter nicht allein, das kommt nicht in Frage.‹«
Tel Aviv, Mai 2012: Dita Sperling während des Interviews in ihrer Wohnung.

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trotz allem

Lebensgeschichtliche Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung

71 Interviews verfügbar

Ausgewählte Interviews

Solly Ganor
03:11:37 SDJE

Solly Ganor

Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Kaunas im Juni 1941 endete die durch Weltoffenheit und eine vielsprachige Familie geprägte Kindheit des dreizehnjährigen Solly Ganor. Von einem Tag auf den anderen befand er sich auf der Flucht und wurde mit brutaler Gewalt und der Teilnahmslosigkeit der Umwelt konfrontiert.

Samuel Willenberg
04:20:31 SDJE

Samuel Willenberg

Samuel Willenberg ist einer der wenigen Überlebenden der Vernichtungsstätte Treblinka. Ein Jahr lang war er dort Häftling und verrichtete Zwangsarbeit, unter anderem beim Sortieren des Besitzes der im Lager Ermordeten. Beim Aufstand in Treblinka im August 1943 gelang ihm die Flucht.

Max Michelson
04:01:35 SDJE

Max Michelson

Max Michelson wuchs in einem deutsch-jüdischen Milieu in Riga auf. Als einziger aus seiner Familie überlebte er das Ghetto Riga und wurde nach dessen Liquidierung in die KZ Kaiserwald und Stutthof deportiert. Die Befreiung erlebte er in Magdeburg.

Rudolf Amariglio
01:01:28 SDJE

Rudolf Amariglio

»Menschenleer« war Thessaloniki nach der Deportation der Juden. Der in Freiberg geborene Rudolf A. war als Sohn einer deutschen Christin, der mit der Familie in der griechischen Heimat des jüdischen Vaters lebte, von der Verfolgung nicht betroffen – wohl aber seine nächste Verwandtschaft.

Natan Grossmann
01:58:12 SDJE

Natan Grossmann

Binnen weniger Monate im Jahr 1942 verlor Natan Grossmann seine gesamte Familie. Doch nicht nur diese Verluste und die Erfahrungen von Zwangsarbeit und Hunger prägten sein Leben. Von ebenso großer Bedeutung waren die Erkenntnisse über Selbstverteidigung und Widerstand vor und nach 1945.

Regina Steinitz
07:48:21 SDJE

Regina Steinitz

»Es ist meine Pflicht, für die anderen das Wort zu ergreifen« – in ihrem fast achtstündigen Interview würdigte die 1930 geborene Regina Steinitz nachdrücklich das Schicksal vieler Freundinnen und Freunde, die anders als sie und ihre Zwillingsschwester Ruth den Holocaust nicht überlebten.