Ausgewählte Interviews
Maria Blitz
Trauer über den Verlust von Heim und Familie begleiteten Maria Blitz' ganzes Leben. Um den 27. Januar 1945 herum waren ihre beiden Schwestern in Ostpreußen ermordet worden; ihr war es gelungen, während des Todesmarsches nach Palmnicken zu fliehen. An diesem Tag entzündete sie alljährlich in der Synagoge vier Kerzen.
Zwi Steinitz
Stark geprägt durch die behütete Atmosphäre seines Elternhauses erlebte Zwi Steinitz als Kind, wie seine Welt um ihn herum zerbrach. Als Vierzehnjähriger blieb er alleine zurück, als seine Familie deportiert wurde. Einsamkeit und Ohnmacht begleiteten ihn, bis er sich in Israel ein neues Leben aufbaute.
Jacov Tsur
Seit seiner Jugend in Prag war Jacov Tsur ein engagierter Zionist. Als Überlebender der Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und Sachsenhausen emigrierte er nach dem Krieg illegal nach Palästina. Nach der Staatsgründung Israels widmete er sein Leben der Arbeit im Kibbuz Na'an.
Erika Myriam Amariglio
Im Frühjahr 1943 wurde Erika A. aus Thessaloniki ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei ihrer Ankunft beobachtete sie, wie die Deutschen die mitgebrachten Familienfotos der Deportierten mit Stiefeln traten – als würden sie sie töten. Dieses Bild verfolgte sie ihr Leben lang.
Israel Löwenstein
Im Jahr 1943 wurde Israel Löwenstein gemeinsam mit der Hachschara-Gruppe Paderborn nach Auschwitz deportiert. Der starke Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe innerhalb der Gruppe waren entscheidende Gründe dafür, dass er die Zwangsarbeit in den Buna-Werken von Auschwitz-Monowitz überlebte.
Dita Sperling
Als Dita Sperling im Sommer 1944 aus Kaunas deportiert wurde, hatte sie bereits ihren Mann, ihren Vater und zahlreiche Verwandte verloren. Sie war fest entschlossen, alles zu tun, um ihre Mutter zu retten. Zusammen überlebten die beiden die Lagerzeit und den Todesmarsch von Stutthof.