Ausgewählte Interviews
Margot Friedländer
»Versuche, dein Leben zu machen«. Die Abschiedsworte ihrer Mutter, die dem Bruder nach Auschwitz-Birkenau folgte und sie in Berlin zurückließ, versuchte Margot Friedländer ihr Leben lang immer wieder neu zu deuten. Waren es grausame Worte? Oder eben der dringende Wunsch, dass sie überlebte?
Helge Loewenberg-Domp
Den Traum, Sängerin zu werden, hatte Helge Loewenberg-Domp seit frühester Kindheit. Als Hitler 1933 an die Macht kam, musste sie ihre Gesangsausbildung jedoch aufgeben und in die Niederlande flüchten. Mit viel Mut überlebte sie dort von 1942 bis zur Befreiung 1945 im Versteck.
Ludwig Baumann
Ludwig Baumann war 19 Jahre alt, als er zur Wehrmacht eingezogen wurde. Aus Widerstand gegen den Vernichtungskrieg des NS-Regimes beging er 1942 Fahnenflucht. Er wurde zum Tode verurteilt und saß sieben Monate in der Todeszelle ohne zu wissen, dass er zwischenzeitlich begnadigt worden war.
Rachel Dror
Sozial gut eingebunden und sehr selbstständig genoss die 1921 in eine traditionelle jüdische Familie in Königsberg geborene Rachel Dror ihre Kindheit, bis sich 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten das Leben der 12-Jährigen änderte und die nichtjüdischen Freunde sich von ihr abwendeten.
Paul Niedermann
Der 1927 in Karlsruhe geborene Paul Niedermann überlebte den Holocaust in Südfrankreich. Durch die Hilfe des Kinderhilfswerks OSE konnte er mit seinem Bruder aus dem Lager Rivesaltes flüchten und sich in der Nähe von Montpellier in einem Kinderheim verstecken. 1987 trat er als Zeuge im Prozess gegen Klaus Barbie auf.
Moniek Baumzecer
Moniek Baumzecer war ein begeisterter Sportler und wurde 1938 polnischer Jugendmeister im Boxen. Seine körperliche Stärke sollte ihm wenig später helfen, eine mehr als fünf Jahre währende Verfolgungszeit zu überleben, die er in zahlreichen Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern durchstand.