Zum Hauptinhalt springen
»Es ist die Bedeutung des Judentums heute, die Menschen zu lehren, wie man die Welt, in der wir leben und die immer noch sehr krank und durcheinander ist, ein bisschen reparieren kann.«
Berlin, Januar 2011: Kenneth Arkwright während des Interviews im Ort der Information.
»Die Lehrer haben keinen Wert darauf gelegt, was wir gelernt haben. Ich durfte auch keine Lehre machen.«
Aschaffenburg, Oktober 2011: Reinhard Florian während des Interviews in seiner Wohnung.
»Ich hatte kein Zuhause.«
Berlin, April 2011: Ilse Heinrich während des Interviews im Ort der Information.
»Im Jäger-Bericht steht, dass in fünf Monaten in Litauen 137.346 Juden erschossen wurden. Dass es nicht 137.348 waren, hatte nur mit unserem Glück zu tun. Sonst könntet Ihr diese Geschichte niemals hören.«
Berlin, März 2012: Zwi Katz während einer Veranstaltung im Ort der Information.
»Wer wollte, konnte an einer bestimmten Stelle aus dem fahrenden Zug springen, und viele sind gesprungen. Ich habe gesagt: ›Ich springe nicht. Ich lasse Mutter nicht allein, das kommt nicht in Frage.‹«
Tel Aviv, Mai 2012: Dita Sperling während des Interviews in ihrer Wohnung.

Videoarchiv

Sprechen
trotz allem

Lebensgeschichtliche Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung

71 Interviews verfügbar

Ausgewählte Interviews

Mina Heilig
02:14:19 SDJE

Mina Heilig

Als »eines dieser Paare, das das ganze Leben zusammen bleibt« gelang es Mina und Henryk Heilig gemeinsam, in einem Versteck den Holocaust im polnischen Boryslaw zu überleben. Weil beinahe ihre gesamten Familien ausgelöscht wurden, verließen sie Europa und bauten sich in Israel ein neues Leben auf.

Shlomo Salomon Zehngut
01:51:07 SDJE

Shlomo Salomon Zehngut

Durch seine Eltern erfuhr Shlomo Zehngut schon sehr früh in seinem Leben, wie wichtig Bildung und die Fähigkeit zur Anpassung an schwierige Situationen waren. In der Zeit der Verfolgung, die von ständiger, harter Arbeit geprägt war, halfen ihm seine Sprachkenntnisse und der Mut zur Flucht nach vorn.

Valentina F.
04:52:47 SDJE

Valentina F.

Valentīna Freimane wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Riga, Paris und Berlin auf. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust in Lettland. Nach dem Krieg etablierte sie sich in ihrer Heimat als bekannte Kunst-, Film- und Theaterwissenschaftlerin.

Moniek Baumzecer
01:22:07 SDJE

Moniek Baumzecer

Moniek Baumzecer war ein begeisterter Sportler und wurde 1938 polnischer Jugendmeister im Boxen. Seine körperliche Stärke sollte ihm wenig später helfen, eine mehr als fünf Jahre währende Verfolgungszeit zu überleben, die er in zahlreichen Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern durchstand.

Peter Havaš
01:29:09 SDJE

Peter Havaš

Dank vieler Zufälle und großem Glück überlebte der neunjährige Peter Havaš die Zeit im Männerlager des KZ Ravensbrück und fand nach seiner Befreiung seine Mutter wieder. Wegen der engen Verbundenheit zur Landschaft beschloss er, an seinen Heimatort in den Bergen zurückzukehren.

Ludwig Baumann
02:18:53 SDJE

Ludwig Baumann

Ludwig Baumann war 19 Jahre alt, als er zur Wehrmacht eingezogen wurde. Aus Widerstand gegen den Vernichtungskrieg des NS-Regimes beging er 1942 Fahnenflucht. Er wurde zum Tode verurteilt und saß sieben Monate in der Todeszelle ohne zu wissen, dass er zwischenzeitlich begnadigt worden war.