Ausgewählte Interviews
Erika Myriam Amariglio
Im Frühjahr 1943 wurde Erika A. aus Thessaloniki ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei ihrer Ankunft beobachtete sie, wie die Deutschen die mitgebrachten Familienfotos der Deportierten mit Stiefeln traten – als würden sie sie töten. Dieses Bild verfolgte sie ihr Leben lang.
Dita Sperling
Als Dita Sperling im Sommer 1944 aus Kaunas deportiert wurde, hatte sie bereits ihren Mann, ihren Vater und zahlreiche Verwandte verloren. Sie war fest entschlossen, alles zu tun, um ihre Mutter zu retten. Zusammen überlebten die beiden die Lagerzeit und den Todesmarsch von Stutthof.
Mina Heilig
Als »eines dieser Paare, das das ganze Leben zusammen bleibt« gelang es Mina und Henryk Heilig gemeinsam, in einem Versteck den Holocaust im polnischen Boryslaw zu überleben. Weil beinahe ihre gesamten Familien ausgelöscht wurden, verließen sie Europa und bauten sich in Israel ein neues Leben auf.
Heinz Dario Salvator Kounio
Heinz Kounio wurde 1943 mit dem ersten Transport aus Thessaloniki nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er mit seinen Eltern und seiner Schwester als Übersetzer arbeiten. Die Familie überlebte die Lagerzeit dank ihrer Sprachkenntnisse und kehrte nach dem Krieg nach Thessaloniki zurück.
Susanna Langmann
Susanna Langmann war noch ein Kleinkind, als sie 1941 in das Ghetto von Balta ziehen musste. Auf engstem Raum lebte sie mit ihrer Familie und bessarabischen Flüchtlingen im Haus der Großmutter. Nur durch den Mut des Vaters war es möglich, dass dort ungefähr fünfzig Personen den Holocaust überlebten.
Max Stern
Anlässlich seiner Bar-Mitzwa bekam Max Stern 1934 von seinem Vater ein Briefmarkenalbum geschenkt. Fortan wurden die Briefmarken mehr als nur eine Leidenschaft, denn durch illegalen Handel gelang es ihm, in Pressburg viele Beziehungen aufzubauen, die zu seinem Überleben beitrugen.