Ausgewählte Interviews
Charlotte Kroll
Ohne Angabe von Gründen wurde Charlotte Kroll 1942 verhaftet. Ein Jahr ihrer zweijährigen Haft verbrachte sie als politische Gefangene im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Erst nach ihrer Entlassung 1944 erfuhr sie durch Zufall den Grund: sie hatte einer russischen Zwangsarbeiterin Babykleidung geschenkt.
Peter Havaš
Dank vieler Zufälle und großem Glück überlebte der neunjährige Peter Havaš die Zeit im Männerlager des KZ Ravensbrück und fand nach seiner Befreiung seine Mutter wieder. Wegen der engen Verbundenheit zur Landschaft beschloss er, an seinen Heimatort in den Bergen zurückzukehren.
Gerd Braun
Erst im März 1948, als 12-Jähriger, begegnete Gerd Braun zum ersten Mal seinem Vater. Der Junge war während des Krieges von der christlichen Mutter im Zuge der Kinderlandverschickung auf einem Bauernhof im ostpreußischen Schwentainen untergebracht worden.
Karla Wolff
Durch ihre christliche Mutter geschützt, musste Karla Wolff hilflos miterleben, wie ihre Freunde und Verwandten aus Breslau deportiert wurden. Dieses Gefühl des Zurückgelassenwerdens begleitete sie ihr Leben lang.
Regina Steinitz
»Es ist meine Pflicht, für die anderen das Wort zu ergreifen« – in ihrem fast achtstündigen Interview würdigte die 1930 geborene Regina Steinitz nachdrücklich das Schicksal vieler Freundinnen und Freunde, die anders als sie und ihre Zwillingsschwester Ruth den Holocaust nicht überlebten.
Solly Ganor
Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Kaunas im Juni 1941 endete die durch Weltoffenheit und eine vielsprachige Familie geprägte Kindheit des dreizehnjährigen Solly Ganor. Von einem Tag auf den anderen befand er sich auf der Flucht und wurde mit brutaler Gewalt und der Teilnahmslosigkeit der Umwelt konfrontiert.