Ausgewählte Interviews
Batsheva Dagan
Den grausamen Zuständen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau setzte Batsheva Dagan ihre Kreativität und ihren unbändigen Lebenswillen entgegen. Als Psychologin und Autorin nutzte sie später ihre Liebe zu Sprachen, um nachfolgenden Generationen die Geschichte des Holocaust zu vermitteln.
Reinhard Florian
Die Entfremdung von seiner Familie war eine Kriegsfolge, die der 1923 im ostpreußischen Matheningken geborene Sinto Reinhard Florian nie verwinden konnte. Durch seinen unbedingten Überlebenswillen gelang es ihm, die Zwangsarbeit in den Konzentrationslagern Mauthausen, Gusen und Monowitz zu überleben.
Valentina F.
Valentīna Freimane wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Riga, Paris und Berlin auf. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust in Lettland. Nach dem Krieg etablierte sie sich in ihrer Heimat als bekannte Kunst-, Film- und Theaterwissenschaftlerin.
Wolfgang Nossen
Nach dem Holocaust entschied sich Wolfgang Nossen, nach Israel auszuwandern und am Unabhängigkeitskrieg teilzunehmen. Wegen seiner großen Jugendliebe kehrte er jedoch wieder zurück nach Deutschland. Als Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen setzte er sich gegen Rechtsextremismus ein.
Maria Blitz
Trauer über den Verlust von Heim und Familie begleiteten Maria Blitz' ganzes Leben. Um den 27. Januar 1945 herum waren ihre beiden Schwestern in Ostpreußen ermordet worden; ihr war es gelungen, während des Todesmarsches nach Palmnicken zu fliehen. An diesem Tag entzündete sie alljährlich in der Synagoge vier Kerzen.
Walter Frankenstein
Mehr als zwei Jahre lebten Walter Frankenstein, seine Frau Leonie und ihre kleinen Söhne Uri und Michael von 1943 bis 1945 als untergetauchte Juden in Berlin. Das Überleben der vierköpfigen Familie gelang durch Mut und Entschlusskraft, aber auch durch die Hilfe von einigen wenigen Deutschen.