Ausgewählte Interviews
Solly Ganor
Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Kaunas im Juni 1941 endete die durch Weltoffenheit und eine vielsprachige Familie geprägte Kindheit des dreizehnjährigen Solly Ganor. Von einem Tag auf den anderen befand er sich auf der Flucht und wurde mit brutaler Gewalt und der Teilnahmslosigkeit der Umwelt konfrontiert.
Karla Wolff
Durch ihre christliche Mutter geschützt, musste Karla Wolff hilflos miterleben, wie ihre Freunde und Verwandten aus Breslau deportiert wurden. Dieses Gefühl des Zurückgelassenwerdens begleitete sie ihr Leben lang.
Simcha Malin
Seine Kindheit verbrachte Simcha Malin in Palästina und Polen. In Lodz erlebte er die deutsche Besatzung und musste im Ghetto Zwangsarbeit leisten. Zusammen mit seinem Bruder überlebte er die Haft in Auschwitz. Nach der Befreiung ging er nach Israel und lehrte Hebräisch für Einwanderer.
Regina Steinitz
»Es ist meine Pflicht, für die anderen das Wort zu ergreifen« – in ihrem fast achtstündigen Interview würdigte die 1930 geborene Regina Steinitz nachdrücklich das Schicksal vieler Freundinnen und Freunde, die anders als sie und ihre Zwillingsschwester Ruth den Holocaust nicht überlebten.
Zilli Schmidt
Zilli Reichmann, geboren 1924 im thüringischen Hinternah, überlebte das KZ Lety, das sogenannte Zigeunerfamilienlager in Birkenau und das KZ Ravensbrück. Ihre Tochter Gretel, ihre Eltern, die Schwester mit ihren sechs Kindern und zahlreiche Verwandte wurden in der Nacht vom 2. August 1944 in Birkenau ermordet. Zilli Reichmann wurde am selben Tag nach Ravensbrück deportiert. Sie floh nach Berlin und konnte sich mit falschen Papieren bis Kriegsende frei bewegen.
Natan Grossmann
Binnen weniger Monate im Jahr 1942 verlor Natan Grossmann seine gesamte Familie. Doch nicht nur diese Verluste und die Erfahrungen von Zwangsarbeit und Hunger prägten sein Leben. Von ebenso großer Bedeutung waren die Erkenntnisse über Selbstverteidigung und Widerstand vor und nach 1945.