Ausgewählte Interviews
Karla Wolff
Durch ihre christliche Mutter geschützt, musste Karla Wolff hilflos miterleben, wie ihre Freunde und Verwandten aus Breslau deportiert wurden. Dieses Gefühl des Zurückgelassenwerdens begleitete sie ihr Leben lang.
Valentina F.
Valentīna Freimane wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Riga, Paris und Berlin auf. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust in Lettland. Nach dem Krieg etablierte sie sich in ihrer Heimat als bekannte Kunst-, Film- und Theaterwissenschaftlerin.
Mina Heilig
Als »eines dieser Paare, das das ganze Leben zusammen bleibt« gelang es Mina und Henryk Heilig gemeinsam, in einem Versteck den Holocaust im polnischen Boryslaw zu überleben. Weil beinahe ihre gesamten Familien ausgelöscht wurden, verließen sie Europa und bauten sich in Israel ein neues Leben auf.
Ilse Heinrich
Nachdem es ihr fast ein Jahr lang gelungen war, Zwangsarbeit und Misshandlungen im Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben, kehrte die zwanzigjährige Ilse Heinrich im Mai 1945 zu ihrer Familie zurück. Doch auch dort stieß die vom nationalsozialistischen Regime als »asozial« Verfolgte auf Ablehnung.
Zeev Milo
Als Zeev M. 1992 seine alte Heimat Kroatien besuchte, war er schockiert vom Wiederauftauchen nationalistischer Symbole und Rhetorik. Da er ab 1941 als Jude nicht nur von den Nationalsozialisten sondern auch von der Ustascha verfolgt worden war, entschied er sich, Kroatien nicht mehr zu betreten.
Reinhard Florian
Die Entfremdung von seiner Familie war eine Kriegsfolge, die der 1923 im ostpreußischen Matheningken geborene Sinto Reinhard Florian nie verwinden konnte. Durch seinen unbedingten Überlebenswillen gelang es ihm, die Zwangsarbeit in den Konzentrationslagern Mauthausen, Gusen und Monowitz zu überleben.