Ausgewählte Interviews
Walter Frankenstein
Mehr als zwei Jahre lebten Walter Frankenstein, seine Frau Leonie und ihre kleinen Söhne Uri und Michael von 1943 bis 1945 als untergetauchte Juden in Berlin. Das Überleben der vierköpfigen Familie gelang durch Mut und Entschlusskraft, aber auch durch die Hilfe von einigen wenigen Deutschen.
Valentina F.
Valentīna Freimane wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Riga, Paris und Berlin auf. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust in Lettland. Nach dem Krieg etablierte sie sich in ihrer Heimat als bekannte Kunst-, Film- und Theaterwissenschaftlerin.
Chava Livni
Als Chava Livni im Herbst 1944 nach Auschwitz-Birkenau transportiert wurde, wusste sie, was mit den dorthin Deportierten geschah. Durch den engen Kontakt des Vaters zum Widerstand hatte sie zuvor Einsicht in die so genannten Auschwitz-Protokolle. Trotz der drohenden Ermordung behielt sie ihre Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit.
Jakob Rikleris
Der 1925 geborene Jakob Rikleris wuchs im litauischen Jurbarkas als jüngstes von fünf Kindern auf. Als die Wehrmacht 1941 einmarschierte, floh er mit dem Fahrrad Richtung Norden. An seine Heimatstadt und die während seiner Abwesenheit verübten Verbrechen zu erinnern, wurde zu seiner Lebensaufgabe.
Pnina Feiler
Pnina Feiler war 15 Jahre alt, als sie im September 1938 gemeinsam mit ihrer Mutter aus dem polnischen Lodz nach Palästina auswanderte. Dank der Unterstützung durch den zionistischen Onkel Albert Epsztajn war es ihnen möglich, Europa zu verlassen und so dem Holocaust zu entrinnen.
Samuel Givoni
1942, im Alter von 18 Jahren, verließ Samuel Givoni gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Hashomer Hatzair illegal das Arbeitslager Sered. Er verbrachte drei Jahre in Verstecken bis er im Frühjahr 1945 von der Gestapo verhaftet wurde und ihm die erneute Flucht aus dem Deportationszug gelang.