Dita Sperling
*15.4.1922, Kaunas
Als Dita Sperling im Sommer 1944 aus Kaunas deportiert wurde, hatte sie bereits ihren Mann, ihren Vater und zahlreiche Verwandte verloren. Sie war fest entschlossen, alles zu tun, um ihre Mutter zu retten. Zusammen überlebten die beiden die Lagerzeit und den Todesmarsch von Stutthof.
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Ilse Heinrich
*17.7.1924, Hornstorf
Nachdem es ihr fast ein Jahr lang gelungen war, Zwangsarbeit und Misshandlungen im Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben, kehrte die zwanzigjährige Ilse Heinrich im Mai 1945 zu ihrer Familie zurück. Doch auch dort stieß die vom nationalsozialistischen Regime als »asozial« Verfolgte auf Ablehnung.
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Josef Muscha M.
*6.1.1932, Bitterfeld-Wolfen
Als Baby kam der Sinto Josef Muscha M. in eine deutsche Pflegefamilie und fand dort ein liebevolles, behütetes Zuhause. Durch seine Umwelt erfuhr er jedoch Ausgrenzung und Angriffe, die in ihm bleibende Fragen nach Zugehörigkeit und Herkunft auslösten. Mit zwölf Jahren wurde er zwangssterilisiert.
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Samuel Willenberg
*16.2.1923, Tschenstochau
Samuel Willenberg ist einer der wenigen Überlebenden der Vernichtungsstätte Treblinka. Ein Jahr lang war er dort Häftling und verrichtete Zwangsarbeit, unter anderem beim Sortieren des Besitzes der im Lager Ermordeten. Beim Aufstand in Treblinka im August 1943 gelang ihm die Flucht.
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